Auf der „Via.Cella Vinaria“ – eine Runde um den Spitzerberg

Wenn man von Göttlesbrunn gen Osten fährt, erreicht man in zirka 20 Minuten den bekannten Weinort Prellenkirchen. Die Gegend rund um das Naturschutzgebiet Spitzerberg ist neben Göttlesbrunn, Arbesthal und Höflein das zweite wichtige Weinbauzentrum der Region Carnuntum.

Hier, auf den Hängen des Spitzerbergs, gedeiht vor allem die Blaufränkisch-Rebe sehr gut. Die speziellen Böden dieses Gebiets haben eine besondere Qualität und weisen eine starke Ähnlichkeit mit dem Burgund auf: Es handelt sich hierbei um Muschelkalk-Ablagerungen. Dementsprechend sind auch die Weine: Sehr feingliedrig, zart umwoben und hellfruchtig, sowie etwas leichter in der Farbe. So verwundert es dann nicht, dass man bei einer Blindprobe eher auf Blauer Burgunder denn auf Blaufränkisch tippt …

Ursprüngliche Landschaft

Doch nicht nur die Weine sind sehr eigenständig und besonders charaktervoll, auch die Gegend übt auf den Besucher einen ganz besonderen Reiz aus. Fernab des Massentourismus geht es hier eher recht ruhig und beschaulich zu. Man findet viel Erholung, besonders in den Wäldern rund um Edelstal und im Naturschutzgebiet Spitzerberg selbst. Auch die ursprünglichen Kellergassen und –viertel sind ein Hort wahrer Idylle.

Eine besonders schöne Möglichkeit, diesen Landstrich etwas besser kennenzulernen, ist der Rundwanderweg „VIA.CELLA VINARIA“, die Kellergasse von Prellenkirchen in Niederösterreich mit dem Kellerviertel in Edelstal im Burgenland verbindet. Auf dem Weg wandert man durch Weingärten mit Panoramablick, und es gibt viele Geschichten den Weinbau, die Natur, die Windenergie und den ehemaligen hochfürstlichen Tiergarten. Auch die in Österreich allseits bekannte „Römerquelle“ hat hier ihren Ursprung.

Die Wanderung ist vor allem für Genusswanderer eine besondere Empfehlung. Mit einer Gehzeit von durchschnittlich 2 Stunden dauert sie nicht allzu lang, auch die Steigungen sind sehr moderat. Es gibt aber viel zu sehen und zu entdecken, sodass mehrmalige Pausen empfehlenswert sind.

Mit der „App Via Carnuntum“ gibt es entlang des Weges immer interessante Geschichten, die man sich vor Ort anhören kann.

Zum Abschluß empfehlen wir den Besuch eines Heurigens in der Prellenkirchner Kellergasse. Dort kann man unter anderem auch den Blaufränkisch Spitzerberg probieren. Im Weinbaumuseum erfährt der interessierte Besucher allerlei Wissenswertes zur Geschichte des Weinbaus in Prellenkirchen.

Informationen zur Tour:

Anreise mit dem Auto:
Von Wien und Göttlesbrunn kommend Ostautobahn A4, Abfahrt Bruck/Leitha Ost,
nach Rohrau rechts abbiegen nach Prellenkirchen und Arbesthal.

Öfffentliche Anreise:
Von Wien, Göttlesbrunn, Bruck/Leitha mit dem Postbus nach Prellenkirchen, ÖBB bis Kittsee,
dann Postbus bis Edelstal.

Weitere Informationen unter:
www.prellenkirchen.gv.at  /  www.edelstal.gv.at